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10500 - 10580 Lapislazuli, natürliches Ultramarinblau



Chemische Zusammensetzung:
komplexes schwefelhaltiges Aluminiumsilikat, gerne mit Einschlüssen von Pyrit und Kalkstein    3Na2O·3Al2·6SiO2·2Na2S

Gehört zu den ältesten Schmuck- und Pigmentrohsteinen überhaupt. Lapislazuli wurde schon in prähistorischer Zeit in Europa als Schmuckstein und Farbstein verwendet. Im alten Ägypten ist Lapislazuli häufig vorkommend. Im Mittelalter wurde Lapislazuli wegen des besonders hohen Preises nur für die aller hochwertigsten Bilder benutzt. Besonders berühmt wurde die Anwendung von Lapislazuli für das Blau der Marienmäntel in der romanischen und gotischen Kunst.

Das tief dunkelblaue, zäh-weiche Mineral kommt von einer einzigen Fundstelle im Norden Afghanistans. Weitere Fundstellen in Chile (10560, 10562) und China sind von minderwertiger Qualität.

Die Lichtechtheit des Pigments ist hervorragend. Historisch Anwendung gibt es in Leim auf Kalkschichten sowie in Eitempera. Saure Medien zerstören das Pigment.

Wegen des hohen Preises des Rohsteins wird das Pigment in einer Vielzahl von Farbvariationen hergestellt. Die teuerste und reinste Nuance wird durch einen komplizierten Knetprozess aus dem Rohstein gewonnen. Die minderwertigen Reste werden als Ultramarinasche bezeichnet. Siehe auch Lasurit.