
10530 Lapislazuli reinst, Fra Angelico Blau
Lapislazuli ist das wohl berühmteste Blau des Altertums bis hin in die Neuzeit. Schon die alten Ägypter und die Kelten haben lange vor den Römern und Germanen die Schönheit dieses Halbedelsteins schätzen gelernt. Wer der erste Hersteller des Pigmentes Lapislazuli aus dem Stein war, wird wohl nie erforscht werden können.
Seit mehreren Jahren bietet die Firma Kremer Pigmente das aus dem Stein gewonnene Pigment in verschiedenen Reinheitsstufen an.
Entsprechend der Qualität des nur in Afghanistan in guter Qualität erhältlichen Halbedelsteines lassen sich verschiedene Intensitäten des Blaus erzielen. Die besondere Schwierigkeit des Reinigungsverfahrens für die besondere gute Qualität erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
Herstellung:
Die Rohsteine werden zunächst mit einem Mörser grob zerstossen, in einer
elektrischen Mühle gemahlen und anschliessend gesiebt.
Das erhaltene Pulver ist noch erheblich mit Kalk und Pyrit verunreinigt.
Je heller das Blau, umso schlechter ist die Qualität des Pigmentpulvers.
Aus diesem Grund wird es einem aufwendigen Reinigungsverfahren unterzogen.
Das Pulver wird nun mit Wachsen und Harzen verknetet, welche die restlichen Verunreinigungen
an sich binden.
Die Masse füllt man in ein Leinen- oder Baumwollsäckchen.
Durch mehrmaliges Auswaschen und Durchkneten gelangen nur die allerfeinsten Pigmentteilchen in das Wasser.
Das Produkt findet sich als Bodensatz im Wasser. Die Flüssigkeit wird abgegossen,
und am Boden bleibt das reine Pigment zurück.
Der im Leinensäckchen zurückgebliebene Rückstand wird als Ultramarinasche bezeichnet
und erzielt nur etwa ein Zehntel des Preises. Ein Arbeiter benötigt einige Wochen,
um ein Pfund des reinen Pigments herzustellen.
Siehe auch Lasurit.
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