
Erdfarben
Die Erdfarben bilden eine grosse Gruppe anorganisch-mineralischer Pigmente mit weitester Verbreitung.
Sie haben
Farbkörper/Pigmente sind vor allem Oxide und Hydroxide der Elemente Eisen und Mangan, rein oder mit unterschiedlichen Anteilen von Silikaten, Carbonaten, Sulfaten, ... , welche i.A. farblos sind.
Überwiegend dunkelbraune Mangan-haltige Erden entstehen bei der Verwitterung von Manganerzen - oder
Mn-haltigen Eisenerzen, oft weit entfernt von den primären Vorkommen.
Überwiegend rote Erden entstammen der Verwitterung von Eisenerzen oder Eisen-reicher Gesteine.
Sie finden sich in Böden unterschiedlicher Klimazonen.
Im Allgemeinen können sie leicht ergraben werden. Der Abbau unter Tage ist seltener.
Grüne und blaugrüne Erden sind relativ selten; Farbkörper sind hier Eisensilikate; sie werden anderen Orts behandelt.
Auch synthetische Eisenoxid-, Eisenoxidhydrat-, sowie Manganoxid-Pigmente werden gelegentlich zu den "Erdfarben" gerechnet.
Die farbgebenden Eisenminerale sind:
| Hydroxid : | Goethit α-FeOOH |
| Oxide : | Limonit, Brauneisenstein (Abarten: Raseneisenerz, gelber Ocker) FeO(OH) Hämatit, Roteisenerz Fe2O3 Magnetit, Magneteisenerz Fe3O4 |
| Carbonat : | Siderit, Eisenspat FeCO3 |
| Sulfide : | Pyrit, Eisenkies FeS2 Magnetopyrit, Magnetkies FeS |
| Silicate : | Olivin (Mg,Fe)2SiO4 u.a |
Der wichtigste Mangan-Träger ist das Oxid Pyrolusit (Braunstein
MnO2).
Sie und weitere Fe- und Mn-Träger werden jeweils bei den Pigmentgruppen behandelt in
welchen sie als Farbträger dominieren.
Durch Erhitzen der Erden ("Brennen" von Ocker-, Siena- oder Umbraerden) lassen sich gezielt Farbänderungen erzielen, abhängig vom Ausgangsprodukt, der Brenntemperatur etc.
Siehe auch Burgunder Ocker, Bohnerz,
Limonit, allgemeine Informationen zu Grünerde,
Caput-mortuum, Bauxit und Brauneisenstein.
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